Es langt nicht, die verschiedenen Beiträge wie die der arabischen Küche und ihrer Gewürze als auch die der asiatischen oder der europäische Küche mit ihrer Raffinesse, ihren Weinen und ihrer aristokratisch geprägten Tischkultur zu kennen. Auch wir, die Lateinamerikaner, haben zu dieser immensen Esskultur beigetragen, die sich jeden Tag weiter vergrößert und sich aus einer Kultur des Details nährt.

Mahatma Gandhi hat einmal gesagt: Der Mensch ist, was er isst. Das Zitat des Anführers des indischen Volkes im Unabhängigkeitskampf gegen den britischen Kolonialismus, zielt wie selbsterklärend auf eine gesunde Ernährung, basierend auf einer eigenständigen einheimischen Landwirtschaft, ab. Diese wiederum stellte eines seiner Hauptziele bei der Verteidigung der indischen Nationalität dar.
Das Konzept lässt sich auf andere Kulturen ausweiten, basierend auf der Auswahl der Lebensmittel und deren jeweils unterschiedlichen Zubereitung und Esskultur.
In seinem Buch: „Meine Feinschmeckerleidenschaft“ aus dem Jahr 2005 erklärt der kubanische Autor Yamir Peregrino Rodríguez: „Die Welt der Gourmets und der Haut Cusine sind nie eine Wunderformel gewesen, sondern stellen eine notwendige historische Entwicklung dar, bei der die Traditionen, Bräuche und Folklore immer wieder neu verbunden wurden.“
Es langt nicht, die verschiedenen Beiträge wie die der arabischen Küche und ihrer Gewürze als auch die der asiatischen oder der europäische Küche mit ihrer Raffinesse, ihren Weinen und ihrer aristokratisch geprägten Tischkultur zu kennen. Auch wir, die Lateinamerikaner, haben zu dieser immensen Esskultur beigetragen, die sich jeden Tag weiter vergrößert und sich aus einer Kultur des Details nährt.
All diese Begebenheiten bezeugen gemeinsame geschichtliche Ursprünge, sprachgeschichtliche, begriffliche wie geografische, in den europäischen Kulturen. Bis hin zum eigentlichen Begriff des Feinschmeckers, stellvertretend für die französischen Kochkultur, unbestrittene akademische Basis der westlichen Kochkultur, dem des Gourmets.
Auch fehlt es nicht an Anforderungen, die von einem Gourmetprodukt erwartet werden.Organoleptische Eigenschaften kombiniert mit raffinierten sensorischen  Eindrücken, Komplexität und hohe Arbeitsintensität bei der Erarbeitung sind es, die ein solches Produkt ausmachen, wie auch Qualität und Raffinesse bei der Zubereitung, Nährwert und positive Effekte für die Gesundheit, garantierte Herkunft und Authentizität (geografische Eigenheiten wie Kleinklima und Bodenbeschaffenheit), Exotik, Produktionskosten, soziokulturelle Aspekte sowie nicht zuletzt spezifische Eigenheiten, wie ein Produkt serviert und konsumiert wird.
Die mediterrane Küche gilt als Paradigma des gesunden Essens und gesunder Lebensmittel, als eine interessante Liste von Köstlichkeiten und Getränken, zum größten Teil euro-asiatischen Ursprungs, wie zum Beispiel Gänseleberpastete, Fasan, die iberischen Schinken, die authentischen Käsespezialitäten, kaltgepresste Olivenöle , Kaviar, Champagner, Mineralwasser aus Evián oder Vichy, Salz von der Gironde, Austern, Trüffel und Safran. Um nur einige wenige zu nennen.
Und was ist mit unseren Produkten?
Zuerst mit elitären Ansprüchen, gekennzeichnet durch das, was man als eine snobistische Ernährung bezeichnen könnte, wurden die Maßstäbe und Regeln der französischen Küche in Kuba eingeführt. Danach wurden diese aufgrund ihrer unbestreitbaren didaktischen und professionellen Werte wertfrei richtig verstanden und übernommen und zudem in der weiteren Entwicklung gemäß moderner Maßstäbe wie zum Beispiel den Einflüssen aus der Novelle Cuisine in den letzten Jahrzenten des 20. Jahrhunderts, angepasst und mit absoluter Überzeugung in die kubanische Küche übernommen.
Daher kommt auch das Konzept der gehobenen kubanischen Küche, einstimmig verabschiedet vom Nationalen Exekutivkomitee der kubanischen Feinschmeckervereinigung im Februar 1996. „Es geht um die Vorbereitung, die Zubereitung und die Präsentation der traditionellen kubanischen Gerichte in künstlerischer, zeitgemäßer Weise, in Verbindung mit aktuellen Trends, aber auch die Authentizität bewahrend unter der Berücksichtigung der Normen für ausgewogenen Fettgehalt,  Zucker und Salzmengen, sowie die angemessene Menge an Soßen und Beilagen und das Vermeiden eines zu langen Kochens …“.
Die kubanische Kochliteratur hat sich nicht auf die einfache Auflistung von Namen für Zubereitungen,  Zutaten oder Hinweisen beschränkt. Sie verfügt über präzise Kommentare und Ratschläge für die gute Gastronomie.
Von ihren Anfängen ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Handbuch des kubanischen Kochs Eugenio Coloma y Garcés, über die verschiedenen Titel, die im Laufe des 20. Jahrhunderts erschienen, wie die unvergesslichen Werke „De Blanca“ (Rezepte von Blanca) von Blanca Díaz de Mujica, „Delicias de la mesa“ (Delikatessen auf dem Tisch) von María Antonieta Reyes Gavilán y Moenck, „Cocina al minuto“ (Schnelles Kochen) von Nitza Villapol, und nicht zuletzt „Gusta usted“ (Schmeckt es Ihnen) ,dem unverzichtbaren kubanischen Küchenlexikon.
Es lohnt sich noch einige Aspekte zu erwähnen. In den Namen und der Zubereitung einer großen Zahl der Gerichte dominieren Elemente der Alltagssprache und Umgangsformen, sowie auch originäre Bezeichnungen, stellvertretend für eine kubanische Identität oder eines vorherrschenden, für die Kubaner typischen, Eklektizismus, also das Mischen von Stilen, alles Anzeichen einer großen Authentizität der kubanischen Küche, sowohl der Traditionellen als auch der Modernen.
Die neuen Gedankenmodelle zum Thema Feinschmecker erweisen sich als positiv für diejenigen, die sich weiterentwickeln und nicht stehen bleiben wollen. Das Thema Feinschmecker wird erweitert und Angebote werden diversifiziert, darin hinein spielen eine Philosophie des Essens sowie die gegenwärtige Globalisierung - aber ohne unnötige Ängste, die eigene Authentizität zu verlieren.
Der moderne Gast hat sich zum Konsumenten von Erfahrungen weiterentwickelt und nicht selten wird er zum Jäger und Sammler fremder Kulturelemente. Auch Bewusstsein für Ökologie und Umweltschutz sowie nachhaltiger Entwicklung sind immer enger mit dem Essen verbunden. Man muss diese Tendenzen als Chancen nutzen.

Die neuen Modelle des Denkens, welche rund um Gourmet gut gehen, für die wir uns bemühen, nicht verlassen werden hinter sich: sie erweitert und diversifiziert das Gourmet-Kartographie; interagieren Philosophien essen (Gastrosophie); Kunde hat sich zu den modernen Verbraucher Erfahrungen, und in vielen Fällen wird ein Jäger Kulturen