DIE UNESCO ERKLÄRTE DIE RUMBA ZUM IMMATERIELLEN KULTURERBE
DER MENSCHHEIT, IN ANERKENNUNG AN DEN AUTHENTISCHEN TANZ DER KUBANISCHEN KULTUR

Kuba ist heute Mode, ist ein unbedingtes Reiseziel. Das liegt nicht nur an seiner Geschichte, seinem Rum oder seinem Tabak. Es liegt auch nicht allein an seinen Stränden. Es liegt an dem natürlichen Rhytmus, der an jeder Ecke aufkommt, der in jeder Geste enthalten ist, in der autochthonen Sprache, im übertriebenen Lächeln des Kubaners. All das wird auf natürliche Weise in der kubanischen Rumba zum Ausdruck gebracht, jener Rumba, die die UNESCO am 30. November letzten Jahres beschloss, in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufzunehmen, anerkannt als „eine festliche Mischung aus Musik und Tanz“.
Nach Kuba zum Tanzen zu kommen, ist der Traum eines jeden Tänzers und Kenners der karibischen Musik. Es ist die Möglichkeit, in seinen Straßen, auf Festen und auf populären Plätzen zu tanzen, wo die Musik spontan hervorkommt, wo ein Mädchen, ein Erwachsener, ein Jugendlicher oder sogar ein Greis aus den verschiedensten sozialen Schichten alle Ziererei ablegt, um die tief verwurzelte Sinnlichkeit und Ungezwungenheit loszulassen.
Die Rumba, eine perfekte Symbiose von Rassen und Sprachen, die in musikalischen Tendenzen ausgedrückt wurde und heute auf moderne Weise in der kubanischen Musik interpretiert wird, galt über lange Zeit hinweg als unmoralisch, weil sie mit Vorurteilen und sinnlichen Bewegungen in Verbindung stand. Erst seit dem 19. Jahrhundert begann sie, vom ganzen Volk akzeptiert zu werden.
Vielleicht ist es jedoch gerade diese Unverschämtheit, mit der der kubanische Tänzer in seiner Ausdrucksstärke Fruchtbarkeit und Umwerbung symbolisiert, was die kubanische Rumba repräsentativ für unsere Musik gemacht hat.
Die Welt verändert sich durch die Entwicklung der Technologien und des Internets. Dadurch ist es möglich geworden, dass der Tourist des 21. Jahrhunderts einen Ort auswählt, an dem er einen Urlaub voller neuer Erlebnisse verbringen kann und wo es möglich ist, das zu lernen, zu erleben und mit Händen zu greifen, was ihn motiviert.

Wie kann man es erhalten?
Aus diesen Gründen wird klar, dass der Tourismus und der Schutz des immateriellen Kulturerbes Themen sein müssen, die beraten und zusammen angegangen werden sollten. Der Reisende von heute forscht nach und sucht sich aus, wo er am liebsten seine Freizeit verbringen möchte. So entfernt er sich immer mehr von der klassischen Luxusreise in die Großstädte. Er sucht nach natürlicher Umgebung, wo er Teil der Umwelt sein kann, wo er eine einzigartige Erfahrung ganz nach seinen Bedürfnissen machen kann.
Das immaterielle Kulturerbe zu erhalten, bedeutet, dafür zu sorgen, dass die Gewohnheiten, Traditionen und Ausdrucksweisen einer Gemeinschaft in der Gegenwart weiter praktiziert, auf diese Weise den neuen Generationen überliefert werden und somit ihr Weiterbestehen in der Zukunft gewährleistet wird.

Was ist immaterielles Kulturerbe?
Die Konvention der Unesco des Jahres 2003 legt fest, dass das immaterielle Kulturerbe sich insbesondere in folgenden Bereichen manifestiert:
• Die mündlich überlieferten Traditionen und Ausdrucksformen, einschließlich der Sprache als Träger des immateriellen Kulturerbes
• Die darstellenden Künste wie Musik, Tanz und Theater
• Die gesellschaftlichen Bräuche, sozialen Praktiken, Rituale und Feste
• Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum
• Das Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken