Geographisches Die Dominikanische Republik nimmt drei Viertel der Insel Hispaniola ein, hinter Kuba die Zweitgrößte der Großen Antillen. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 48 484 km². Die Grenze im Norden bildet der Atlantische Ozean und im Süden das Karibische Meer. Das Land besitzt insgesamt 1 500 km Küste, davor vier kleinere Inseln: Gonaive, Islas Tortugas, Islas Saona und Islas Beatas, außerdem ziemlich viele und schöne vorgelagerte Eilanden.

Verwaltung Das Land ist gegliedert in 31 Provinzen und einen Bezirk der Hauptstadt Santo Domingo, die 1498 von Bartolomäus Kolumbus, Bruder des Admirals Christoph Kolumbus, gegründet wurde. Es ist die älteste Stadt Amerikas; die UNESCO, Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, setzte sie auf ihre Liste des zu schützenden Weltkulturgutes.

Ministerpräsident Dr. Leonel Fernández Reyna, Vorsitzender des PLD, Partido de la Liberación Dominicana.

Religion Die katholische ist die Hauptreligion des Landes. Daneben bestehen noch religiöse Praktiken mit afrikanischen Wurzeln.

Bildungswesen Das öffentliche Schulwesen umfasst gegenwärtig die Grund- und Mittelstufe für mehr als 1 600 000 Schüler des gesamten Landes. Der Staat stützt die höhere Bildung in Form technischer Schulen und anderer vom Nationalrat für Hochschulbildung bestätigter Lehrzentren. Ein relevanter Platz in der dominikanischen Geschichte gebührt der Universidad Autónoma de Santo Domingo (UASD) als erste Universität der Neuen Welt.

Sprache Amtssprache ist Spanisch; in den Touristikzentren hat sich Englisch allgemein durchgesetzt.

Währung Währungseinheit ist der dominikanische Peso, gestückelt in Münzen von 1, 5, 10, 25 und 50 Centavos und Banknoten von 5, 10, 20, 100, 500 und 1000 Peso. Kreditkarten werden von fast allen Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Das Mitführen von mehr als 10 000 USD in Bargeld oder Reiseschecks ist verboten. Neben dem Service der Banken gibt es zahlreiche Wechselstellen, an denen man bei Geldumtausch einen Beleg erhält.

Klima Im August, dem heißesten Monat, klettern die Höchstwerte bis auf 34°C und die Durchschnittstemperatur beträgt 28°C. Der kühlste Monat ist der Januar mit Mindestwerten von 14°C. Also kann man das Klima als angenehm warm bezeichnen.

Bevölkerung Einwohnerzahl: 8 518 483; Bevölkerungsdichte: 175,9 pro km²; Ballungszentren: Durch den starken Urbanisierungsprozess der letzten Jahre leben nun heute 64 Prozent der Bevölkerung in den bedeutendsten Städten des Landes. So verzeichnet Santo Domingo 3 166 000 und Santiago de los Caballeros annähernd 1 289 000 Einwohner. Die demographische Wachstumsrate liegt bei 2,2 %. Es ist eine junge Bevölkerung.

Davon Erwerbsfähige: 2,3 Millionen in den Bereichen Landwirtschaft (49 %), Dienstleistungen (33 %), Industrie (18 %).

Alphabetisiert sind 82 % der Bevölkerung.

Gemäß Angaben der Volkszählung von 2002 sind 75 % der Bevölkerung mischrassig.

In diversen Gegenden des Landes gibt es zahlenmäßig große Ortschaften von Haitianern – ein guter Teil ist nicht im Besitz der erforderlichen Ausweispapiere. Auf der Suche nach Lebensunterhalt und Arbeit passieren sie die Grenze. Die stärkste Dynamik in den letzten Jahren verzeichnete die Tourismusbranche und die Exportfreizonen. Die wichtigsten Exporterzeugnisse sind: Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Ananas, Blumen, Bananen und Tabak.

Die Erzproduktion ist in Cibao mit seinen reichen Ferronickelvorkommen konzentriert. Hier steht die größte Tagebauanlage der Region.

Strom Die Stromspannung beträgt 110-120 Volt bei 60 Hertz. In den First Class Hotels sind es 220-240 Volt. Für die Steckdosen werden amerikanische Flachstecker benötigt.

Trinkwasser Trinkwasserversorgung gibt es für etwa 80 % der Stadtbevölkerung. Doch während Ihrer ersten Aufenthaltstage sollten Sie das in Flaschen abgefüllte Wasser trinken.

Gebühren An den Flughäfen muss eine für zwei Monate gültige Touristenkarte für 10 USD gekauft und eine Ausreisegebühr von ebenfalls 10 USD entrichtet werden. Die Hotels berechnen 23 Prozent. In den Restaurants werden zehn Prozent für den Service und eine Umsatzsteuer von acht Prozent berechnet. Trinkgelder von etwa zehn Prozent sind angemessen.

Traditionen und Gewohnheiten Die Siesta (Mittagsruhe): Dieser Gewohnheit ist man treu geblieben, denn die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen. Die größeren Geschäfte bleiben geöffnet, auch wenn normalerweise von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr Mittagspause ist. Ein kühles Bier: Das Bier ist ein Nationalgetränk, dem die Dominikaner mehrheitlich frönen, bevor sie am Nachmittag nach Hause gehen.

Feiertage 1. Januar, Neujahrstag 6. Januar, Tag der Drei Könige 21. Januar, Tag der Virgen de la Altagracia (Jungfrau von Gottes Gnaden) 27. Februar, Tag der Unabhängigkeit Karfreitag und Fronleichnamsfest 1. Mai, Tag der Arbeiter 24. September, Tag der Virgen de las Mercedes 25. Dezember, Weihnachtstag

Dominikanischer Jargon „Se armó la de San Quintín“ nimmt Bezug auf ein großes Problem. „En la era de Trujillo“ damit ist ein altes bereits erschöpftes Thema gemeint. „Qué vaina es esta?“ „Se formó una vaina.“ „El tipo es un vaina.“ „A mí no me vengas con vaina.“ – Vaina bedeutet so gut wie alles und ist im Volksmund der am meisten gebrauchte Ausdruck. „Loco“ kann unterschiedlich ausgelegt werden, je nach Betonung. „Chin“ wird im Sinne von „nur ein bisschen“ benutzt. „Dios Mío“ – als bittender Ausruf „Carajito“; damit bezieht man sich auf Kinder oder nicht sehr fähige Personen. Mit „Dama“ oder „Doña“ meint man oder wendet man sich an eine Frau.

Transportmöglichkeiten Taxis: Privattaxis sind rund um die Uhr verfügbar. Innerhalb der Stadt beträgt der Preis für jede beliebige Entfernung 100 dominikanische Pesos. Die Bevölkerung fährt in Mehrpersonenwagen, Bussen und Conchos. Für eine Fahrt zum Flughafen sollte der Preis vorher mit dem Fahrer vereinbart werden, da sie ihn je nach den sich ändernden Benzinpreisen variieren können. Leihwagen: Mehrere renommierte einheimische und internationale Marken unterhalten Büros auf den Flughäfen und in den Städten. Vorzuweisen sind der gültige Führerschein sowie eine internationale Kreditkarte, und man kann bis zu 90 Tagen mieten. Besitzen Sie keine Kreditkarte, werden Sie nicht einen einzigen Rent a Car finden, der Ihnen einen Wagen vermietet.

Kleidung In der Dominikanischen Republik ist es das ganze Jahr über warm, doch im Sommer kann es drückend heiß werden. Daher ist Kleidung aus Baumwolle oder anderer Naturfaser ideal. Sie ist luftdurchlässig und man fühlt sich angenehm. Ebenfalls in den Reisekoffer gehören Sonnenbrille, Badekleidung und Sonnenschutzmittel; auch Kopfbedeckung kann nützlich sein.

Von November bis Februar gehen die Temperaturen etwas zurück. Daher sollte man ein Halstuch, Schal oder leichte Jacke mitnehmen, zu benutzen auch in den Räumlichkeiten mit Klimaanlage, die mitunter ziemlich kühl eingestellt wird. Bei offiziellen Events tragen die Herren Schlips und Kragen, in ganz besonderen Fällen einen Smoking, was jedoch auf der Einladung stehen muss. Zu Regierungseinrichtungen geht man in offizieller Kleidung. Damen brauchen nicht in langen Kleidern zu erscheinen. Bei Kirchenbesuchen sollte man auf kurze Hosen verzichten. Außerdem verlangt es der Respekt, beim Eintreten die Kopfbedeckung abzunehmen.

Sicherheit Für etwaige Fragen steht Ihnen die Touristikpolizei mit aller Freundlichkeit zur Verfügung.

Sport Nationalsport ist Baseball, von den Einheimischen pelota genannt. Die Saison hält an von Oktober bis Januar, und das Land hat Stars von Weltruf hervorgebracht. Auch andere Sportarten wie Basketball, Softball, Leichtathletik, Jogging können hier trainiert werden; so in der Stadt, an der Uferstraße Malecón, auf dem Paseo de los Indios oder am Mirador Sur. Golf ist voll im Aufwind; hochgradige Plätze – einige verdanken ihr Design Robert Trent Jones - sind vorhanden. An Wassersport steht Sportfischen und Tauchen im Angebot, natürlich unter Anleitung von erfahrenen Instrukteuren.

Einkaufsmöglichkeiten In der Dominikanischen Republik bereitet das Einkaufen bei dem breiten Angebotssortiment und den angemessenen Preisen ein ausgesprochenes Vergnügen.

Hervorragende Produkte sind: Bernstein; er gilt als Nationalschmuck. Auch wird ihm Zauberkraft zugeschrieben, denn reibt man ihn, entsteht ein angenehmer Geruch und er lädt sich elektrisch auf als sei er ein natürlicher Magnet. Den Einheimischen zufolge bildet er das Gegengewicht zu den negativen Schwingungen. Sollen aber diese positiven Eigenschaften wirksam werden, muss man den Bernstein in Form eines Geschenkes erhalten haben. Man kann ihn bei zahlreichen Juwelieren und in anderen Geschäften kaufen. Sein Export in unbearbeitetem Zustand ist verboten. In Puerto Plata steht ein Bernsteinmuseum, auch gibt es mehrere Ausstellungen auf der Plaza Colonial.

Larimar (der dominikanische Türkis): Die Dominikanische Republik verfügt als einziges Land der Welt über Fundstätten. Mit seiner hellblauen Farbe, weiß und grün schattiert, ist es ein wahrer Juwel. Schwarze Koralle: Ihre Kolonien wachsen sehr langsam, etwa 2 cm pro 100 Jahre. Die Dominikanische Republik gehört zu den letzten Orten der Welt, wo sie noch verkauft werden darf.

Kunst: Zahlreiche Kunstgalerien bieten authentische einheimische Kunst. Die Preise der Produkte sind erschwinglich, und ihre Ausfuhr bereitet keinerlei Probleme.

Kleidung und Schuhwerk: In Santo Domingo sind alle nationalen und internationalen Marken anzutreffen; auch Lederwaren, hergestellt von hier ansässigen Spaniern und Italienern, sowie Textilien in großer Auswahl und zu sehr niedrigen Preisen. Verarbeitet wird alle Art Material: Keramik, Holz, Leder, Muscheln, Schildpatt, Horn; es gibt Korbwaren, Töpferwaren und Stickereien. Zu finden sind sie an vielen Orten, besonders auf dem Mercado Modelo, der Plaza Criolla, in der Straße El Conde, Las Atarazanas und der Casa de Bastidas. Auch gibt es im gesamten Land moderne Warenhäuser.

Mercado Modelo. Avenida Mella, Zona Colonial, Santo Domingo, D.N.;

Bernsteinmuseum Mundo de Ámbar. Arz. Meriño 452 esq. Restauración, Zona Colonial, Santo Domingo, D.N.; Kunstgalerie El Pincel. C/ Gustavo Mejía Ricart 24, ensanche NACO, Santo Domingo.

Dominikanische Küche Die landestypischen Gerichte sind sehr schmackhaft; Beispielsweise la bandera, bestehend aus Reis, roten Bohnen, Fleisch, Gemüse und frittierten Bananen. Vielgepriesen und sehr nahrhaft ist el sancocho, eine Abart des spanischen cocido (Mischgericht aus Fleisch und Gemüse); die Zutaten variieren je nach Region. Er schmeckt gut und kräftigt.

Ganz exquisit zubereitet wird pescado con coco (Fisch mit Kokos) in Samaná, chivo (Ziegenbraten) de Azua, chivo liniero in Montecristi und die palomas (Tauben) de cueva in Puerto Plata.

Übernommen von Emigranten der Windward- und der Leewardinseln, gibt es heute noch den Johnny‘s Cake, sprachlich mutiert zu yaniqueque, Frittüren aus Weizenmehl, die sehr gern zum Frühstück oder der Zwischenmahlzeit am Vormittag gegessen werden. Befragt man einen guten Dominikaner nach typischen Speisen, so erwähnt er neben anderen Gerichten stets den mangú, ein Püree aus grünen Kochbananen, lieblich im Geschmack, bedeckt mit Zwiebeln, der in fast allen Hotels zum Frühstück gehört. Von den Tainos stammt der casabe (Yucca-Fladen)); als Brotersatz wird er wegen seines hohen Anteils an Schlackstoffen und seines geringen Fettgehalts von nur 0,35 Prozent pro Ration von Vegetariern sehr geschätzt.

El locrio trägt spanische Züge, denn er hat vieles mit der Paella gemein, ist gewürzmäßig jedoch der Dominikanischen Republik angepasst. So wurde zum Beispiel der Safran durch Ruku ersetzt. Es heißt, die spanischen Hofdamen seien es gewesen, die ihn einführten. Heutzutage kann er mit etwas Erfindungsgabe in vielen Variationen zubereitet werden.

Kuriositäten aus der dominikanischen Küche: - Das Fleisch wird eingelegt in eine Flüssigkeit aus fermentierter Yucca. - Scharfe Gewürze und Pfeffer sind nicht sehr gebräuchlich. - Maniok kennt man hier als jauría oder yautía. - Die Dominikaner bereiten keine Maisspeisen zu. - Die Getränke cacheo und mabí stammen von den Tainos. - Aus geröstetem Mais gewannen die Tainos ein alkoholisches Getränk. - Ein typisches – teils Afrika teils Antillen - Getränk ist Mama Juana.

Heiraten in der Dominikanischen Republik Mehrere Hotels & Resort des Landes unterbreiten Pauschalangebote für Eheschließungen und Beherbergung der Hochzeitsgäste. Das hat den Vorteil, dass man sich um nichts zu kümmern braucht und sich ganz auf ein Genießen der Zeremonie und der Flitterwochen einstellen kann.

Die Hotelreservierung hat einen Monat im Voraus zu erfolgen und die Bestellung des Standesbeamten 15 Tage im Voraus. Die Pauschalangebote enthalten: die offizielle Eheschließung (meistens in Meeresnähe oder direkt am Strand), die Blumen, die Torte, den Standesbeamten, die offiziellen Unterlagen sowie jene kleinen Details, die diesen für das Paar so besonderen Tag noch verschönern helfen.

Das Hotel informiert das Brautpaar über alle für die Eheschließung erforderlichen Unterlagen. Diese sind: von einem Notar ausgestelltes und dem dominikanischen Konsulat im Land des Brautpaares sowie ihrer Botschaft legalisiertes Ehefähigkeitszeugnis, in dem beurkundet wird, dass beide ledig und zur rechtswirksamen Eheschließung fähig sind; bei Scheidung einer vorherigen Ehe die Kopie des Scheidungsurteils und der Reisepass der Eheschließenden sowie ihrer Zeugen. Wer also in diesem Land heiraten möchte, dem empfehlen wir eins der Hotels mit diesen Spezialpaketen.

Einreisebestimmungen US-Bürger benötigen einen Reisepass oder die Orginal-Geburtsurkunde mit Foto. Bürger anderer Länder benötigen ggf. ein Visum und sollten sich unbedingt beim dominikanischen Konsulat in ihrem Land informieren.

Flughäfen und Flugdauer In der Dominikanischen Republik gibt es sechs internationale Flughäfen. Nach New York föiegt man 3-4 Stunden, nach Toronto sind es 5 Stunden, nach San Juan 35 Minuten und nach europäischen Städten 8-10 Stunden.

Fluglinien Ob von Nord- oder Südamerika, von Europa oder den Karibikstaaten, in die Dominikanische Republik fliegen zahlreiche Fluglinien. Air Santo Domingo fliegt täglich die Hauptflughäfen des Landes an. Auf dem Landwege: Einwandfreie Straßen verbinden die Städte mit den Ortschaften im Hinterland.

Entfernungen Santo Domingo – Puerto Plata: 3 Std. 30 Min. Santo Domingo – Punta Cana: 3 Std. 30 Min. Santo Domingo – Juan Dolio: 45 Min. Santo Domingo – La Romana: 2 Std. Santo Domingo – Samaná: 3 Std. 30 Min. Santo Domingo – Barahona: 2 Std. 45 Min. Santo Domingo – Jarabacoa: 1 Std. 30 Min. Santo Domingo – Santiago: 1 Std. 30 Min.

Weitere Informationen über das Land der Antillen erhalten Sie über das Portal www.excelencias.com sowie www.caribeinside.com