Mexiko Exotik und Kolorit
Die charakteristischsten mexikanischen Zivilisationen waren die Mayas und die Azteken, die mit ihrer Kultur, ihrer Kunst und ihren Traditionen ein wertvolles Vermächtnis hinterließen und damit die Seiten der reichen Historie dieses Volkes füllten. Heutzutage sind die Mexikaner eine der buntesten Rassen der gesamten Karibik. Sie haben es verstanden, einige ihrer am stärksten verwurzelten Traditionen, Glaubensrichtungen und Gebräuche sorgfältig zu erhalten.
Die Mexikaner – ein wahrer Schmelztiegel von Kulturen In Mexiko leben bis zu 56 Ethnien, darunter die Chinanteken, die Mayas, die Mazahuas, die Mazateken, die Tzotzilen oder Nahuas, deren Mosaik an Kultur und Folklore den Besucher fesselt und fasziniert. Einige meinen, am Mexikaner sei das gleiche zu beobachten wie in der Geographie seines Landes, das heißt Kontraste. Er ist freundlich, offen, impulsiv, großmütig, vor allem aber außerordentlich gastfreundlich. Doch es stimmt schon, daß Rührigkeit und Vitalität die Kennzeichen der Mexikaner sind, die sich zeigen können in der Person eines seine Siesta haltenden Bauern mit einem überdimensionalen Hut wie auch als typische charros (Reiter mit bestimmter Tracht) und mariachis (Musikanten).
Die Ursache für den besonderen Charakter der Mexikaner ist die Rassenmischung zwischen Eingeborenen und den ersten hier gelandeten Spaniern, zwischen Kreolen und Eingeborenen und zwischen Kreolen und Spaniern. Es ist also das Ergebnis eines exotischen und besonderen Zusammentreffens der unterschiedlichen Rassen, die es im Verlaufe der Jahre verstanden und gelernt haben, ihrem Glauben und ihren Traditionen treu zu bleiben.
Die mexikanischen Reiter Sie sind ausgezeichnete Cowboys; sind romantisch und nicht für das Neue; beten die Frauen an und sind im allgemeinen von Liebe zur Heimat erfüllt. Sie widmen sich voll und ganz ihren Pferden und essen und trinken gern. Gelegentlich packt sie die Eitelkeit. Dann geben sie ein Vermögen aus für ihre prunkvolle Kleidung, besonders für die breitkrempigen Hüte. Die Charros sind ein besonderer Typ Mexikaner, die neben den Mariachis zu einem echten Symbol des Landes geworden sind. Ihre Wurzeln gehen auf Spanien zurück, ebenso ihre Pferde, die Rinder, die sie hüten, und ihre so charakteristische Tracht. Gern führen sie mit ihren Lassos mutige Kunststücke vor, um damit die Damen zu beeindrucken, und sind umgeben von einem Hauch an Nostalgie und dem Wunsch der Rückkehr in die glorreiche Vergangenheit.
Die Musik der Mariachis ist zu einem Sinnbild der mexikanischen Kultur geworden. Am stärksten verwurzelt ist sie im Bundesstaat Jalisco und in Zentralmexiko. Die Mariachis spielen traditionsgemäß auf Hochzeiten.
Eingeborene mit Historie Die Seris, Coras, Tarasken oder Huicholen sind einige der indigenen Ethnien des Landesinneren, die ihre Traditionen weitgehend beibehalten haben. Die Seris – die im Sand lebenden – gehören zu den zahlenmäßig kleinsten Gruppen des Landes. In früheren Zeiten lebten sie im Wüstengebiet in Arizona, am Río Sonora, entlang der Küste und auf der Insel Tiburón. Heute leben die Seris vom Verkauf von Fisch, Muschelketten und wunderschönen Tierskulpturen. Eine weitere tief verwurzelte Ethnie sind die Coras. In Mexiko leben nur noch etwa 1000 dieses Stammes. Die Grundpfeiler ihres Lebens sind die Landwirtschaft und ihre Religion.
Die Zeremonien der Huicholen in der Östlichen Sierra Madre im Nordteil des Bundesstaates Jalisco sind ein Blick in die präkolumbische Vergangenheit Mexikos. Die Riten, Gebräuche und Zeremonien gehören zu den attraktivsten des Landes. Vollzogen werden sie in einem zentral stehenden tuki (Rundtempel) . Schon in präkolumbischen Zeiten wurden die Tarasken für ihr Kunsthandwerk bekannt und bewundert. Sie fertigen Gegenstände aus Ton und Kupfer an, lackierte Schalen und Schüsseln, wollene Tücher und Gitarren. Besonders augenfällig sind die Farben und der Ausdruck von Kraft an ihren Holzmasken, Hüten und Möbeln.
Kunsthandwerk, Tradition und Folklore In Mexiko gibt es Traditionen und Folklore zu jeder Jahreszeit. Diese bilden zusammen mit den diversen künstlerischen Äußerungen das bunte Kulturbild des Landes. Im Verlauf des Jahres werden etwa 5000 Festlichkeiten und Zeremonien von starkem Kolorit und Originalität veranstaltet. Dabei werden die indigenen und spanischen Wurzeln sichtbar sowie der Einfluß anderer Länder, die – wie China und Frankreich – weit entfernt liegen.
Das mexikanische Kunsthandwerk ist von ganz besonderem Reiz. Aus dem in aller Welt bekannten Silber des Landes wird ein breites Sortiment von Gegenständen, Schmuckwaren und Zierat gefertigt, die auf den zahllosen Märkten ausliegen. Hier lohnt es sich wohl, einige Stunden dafür zu verwenden. Die Korb-, Töpfer- und Keramikwaren, Stoffe, Panamahüte, Hängematten und Masken sind ebenfalls im ganzen Land geschätzt.