In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts lebten nur einige Köhler- und Fischerfamilien in jenen unwegsamen Sumpfgegenden. Die schwere Zugänglichkeit, das sumpfige Gelände und das Fehlen von Mitteln aller Art bewirkten, daß sich nur wenige, gezwungen durch die Notwendigkeit des Broterwerbs, in diese unwirtliche Region wagten. Die Kubanische Revolution erreichte in nur wenigen Jahren eine Wende dieses Panoramas. Jetzt führen Straßen durch die Halbinsel; ganze Ortschaften wurden errichtet, und schon sehr bald, in den sechziger Jahren, wurden die ersten touristischen Zentren angelegt.

Das größte Feuchtigkeitsgebiet der Karibik Die Halbinsel Zapata erstreckt sich im südlichen Teil der Provinz Matanzas und ist das größte Feuchtigkeitsgebiet der Inselstaaten der Karibik. Siebzig Prozent ihrer Fläche sind Biosphärenreservat und RAMSAR-Stätte. Nun wird angestrebt, daß ihr in diesem Jahr von der Vereinigung der Karibikstaaten das Zertifikat Nachhaltige Touristische Destination verliehen wird. Die Halbinsel besitzt den größten touristischen Naturpark Kubas, den Parque Montemar. Zu den für den Naturtourismus attraktivsten Punkten gehören die Salinas de Brito, wo zwei Korridore der Zugvögel zusammenlaufen wie auch das Fischen des Damenfisches, dieser so begehrten Art, für deren Fang hier ein Weltrekord aufgestellt wurde.

Exotische Arten wie der Manjuarí (Atractosteus tristoechus), ein lebendes Fossil von Fisch, die Ferminia und das Teichhuhn von Santo Tomás, endemische Vögel, Krokodile, Hochwild und andere Tiere leben in Gebieten, zu denen man in Begleitung eines erfahrenen Führers findet. Wanderungen, Rundfahrten, Landtourismus, Vogelbeobachtung, betrachtendes und Höhlentauchen, Angeln von Damenfisch, Seebarsch und Forelle sind einige der Optionen, die der Tourist in diesen diversen und einmaligen Gegenden zur Auswahl hat. Das große Krokodilzuchtzentrum in La Boca ist ebenfalls ein sehr starker Anziehungspunkt.

Guamá – Ihr Taino-Dorf Guamá, dieser von Legenden umwobene Name der Eingeborenen, ist der Ort des Taino-Dorfes. Es ist eine Gruppe von 32 Skulpturen in Lebensgröße, geschaffen von der berühmten kubanischen Künstlerin Rita Longa. An ihnen wird die Lebensweise, die Ernährung und die Sitten und Gebräuche der Ureinwohner dargestellt. Die Pfahlbauten in der Laguna del Tesoro, die rustikalen Holzbrücken zu den diversen Einrichtungen verleihen diesem Teil des Sumpfgebietes etwas ganz besonders Attraktives.

Ein authentisches Bild der kubanischen Wesensart vermitteln die typischen Bauernfeste und die Gegenstände des Kunsthandwerks. Die Finca „Fiesta Campesina“ ist ein pittoresker Ort, dessen ländliches Ambiente als eine im kleinen Maßstab gefaßte Reproduktion der für die Region charakteristischen Flora und Fauna angesehen werden kann. Auch typische Gerichte stehen auf dem Speiseplan. Für Unterhaltung sorgen Darbietungen typisch kubanischer Bauernmusik. Aufgrund der Besonderheiten ihrer Flora und Fauna hat sich die Halbinsel Zapata zu einem der wichtigsten touristischen Zentren des Landes herausgebildet; ein Umfeld der nachhaltigen Entwicklung mit soziokulturellen Projekten wie dem Korimacao und anderen Projekten der forstwirtschaftlichen Entwicklung sowie der Erhaltung und Fortpflanzung der Arten.

Autochthone Pflanzen 900 Arten Säugetiere, Vögel, Fische, Lurche und Kriechtiere 212 Arten Sehenswertes und touristische Attraktionen 45 Waldfläche (erhaltener Naturwald) 56 %