Granma
Hauptstadt dieser 8362 km? großen Region ist das zum Nationalen Monument erklärte Bayamo. Anlaß dafür waren der hier herrschende rebellische und freiheitsliebende Geist sowie Vorkommnisse in den ersten Tagen der Unabhängigkeitskämpfe von 1868, die der Stadt zum Ruhm gereichten und in denen sie als Hauptstadt der Republik in Waffen glänzte.
Granma öffnet seine weiten Naturparks Auf der Strecke von Cabo Cruz nach La Plata ist Granma zweigeteilt. Durch das Gebiet führt eine Landstraße bis nach Santiago de Cuba, vorbei an den Tälern und Bergen der beiden großen Nationalparks, des Desembarco del Granma und des Sierra Maestra. Weiter vorn dann direkt in den Bergen Santo Domingo, bei Zufahrt über den Landkreis Bartolomé Masó, fast an der Grenze zur Provinz Santiago de Cuba, mit der sich Granma in den Parque Natural Nacional Turquino teilt.
Der Gran Parque Natural Desembarco del Granma erstreckt sich über 27 000 Hektar von Cabo Cruz bis Pilón, wo er sich mit dem Parque Natural Sierra Maestra vereint, dessen mehr als eine halbe Million Hektar von Bergen bedeckt sind.
Die Meeresterrassen von Cabo Cruz - bis zu acht Absätzen über sowie die unter dem Meeresspiegel befindlichen - sind die am besten erhaltenen des Landes und gehören laut Einschätzung der UNESCO zu den weltweit bedeutendsten. An dieser geographischen Reliquie nimmt der Parque Natural Desembarco del Granma seinen Anfang.
Ganz in der Nähe befindet sich der Strand Las Coloradas, Landungsort der Jacht Granma, und die Route der Expeditionäre, die mit Fidel Castro von Mexiko gekommen waren und deren Kampf zum Sieg der kubanischen Revolution am 1. Januar 1959 führte.
Marea del Portillo, das gewichtigste touristische Ausbauzentrum der Provinz Granma, ist mit seinen Hotels, den weißen Sandstränden und der geeigneten Infrastruktur zum Genießen dieses Schatzes der Natur eine Oase mit zahlreichen Attraktionen.
Ein Korallenriff und die wunderschönen Terrassen unter dem Meeresspiegel lassen die Region zu einem idealen Ort für Taucher werden.
Granma, eine ideale Destination zum Genießen der Natur Bei einem Besuch in dieser einzigartigen Gegend traf die Zeitschrift Touristische Höhepunkte der Karibik erfreulicherweise Herrn Luis López Gamboa, Vertreter des Ministeriums für Tourismus in der Provinz Granma, und konnte aus seinem Munde etwas über die weitere Diversifizierung des Angebots für einen Naturtourismus erfahren, der den anspruchsvollsten Erwartungen gerecht wird.
So erlebten wir, um es irgendwie in Worte zu fassen, die leidenschaftliche Begeisterung jenes Mannes im Hinblick auf eine Umwandlung der etablierten institutionellen Strukturen und auf die Schaffung von geeigneten Voraussetzungen zum Lernen von der Natur.
Noch ist es ein Traum, doch Herrn López zufolge schon recht bald zu verwirklichen, nämlich alle diese Reliquien zu einem Themenpark erster Klasse zu gestalten, der dann eventuell der erste seiner Art in Kuba sein wird. Er hat dabei die historischen Aspekte im Auge: vom Strand Las Coloradas, Landungsort der Jacht Granma, nach Alegría de Pío, Schauplatz des ersten Gefechts der Rebellenarmee; auch die aus der Zeit vor der Entdeckung Amerikas stammenden Ansiedlungen; Pfade und Höhlen wie El Guafe, El Humo, El Fustete und die Samuel-Höhle; und als einen das Nationalgefühl packenden Bezugspunkt Cabo Cruz mit seinem Leuchtturm. Es ist die erste Ortschaft der kubanischen Geographie, der man begegnet, um die Reise dann in Richtung Westen fortzusetzen. Sein Projekt enthält ein optimales Angebot zu den Unterwasserlandschaften von Boca del Toro, zu den bereits erwähnten Meeresterrassen, den kontrastreichen Korallenkolonien sowie die touristische Nutzung dieser Werte.
Herr López meint, bis vor kurzem noch habe man für Granma als reine Stranddestination geworben; und obwohl das schöne Strandgebiet bei Marea del Portillo vorhanden sei, bestehe doch die Stärke dieser Provinz in ihrer prachtvollen Natur, ihrer Geschichte und ihrer Kultur.
In diesem von Natur geprägten Umfeld wird Granma eine sehr starke Bedeutung erlangen, denn im Entwicklungsprogramm der Provinz ist eine Vereinigung des gesamten Potentials in einem großen touristischen, kulturellen und Freizeitkomplex konzipiert, vom Parque Nacional Desembarco del Granma über Bayamo als eine im Kolonialstil gehaltene Stadt bis hin zu Berührungspunkten mit dem Parque Nacional Turquino der Nachbarprovinz Santiago de Cuba.
Die Stadt Bayamo ist Nationales Monument
Bayamo, die Wiege der Nationwerdung Kubas Ein jeder möchte einmal in Bayamo gewesen sein. Kubaner und Ausländer, die der Geschichte der zweitgegründeten Stadt der Insel kundig sind, wollen vor Ort betrachten, wie sie aus der Asche wieder erstand, nachdem sie von ihren gegen die Kolonialherrschaft rebellierenden Einwohnern niedergebrannt worden war.
Nationale Monumentstadt, das ist Bayamo, wo zum ersten Mal die Hymne des Vaterlandes erklang und jeder Winkel Symbol des Ruhmes ist. Zahlreiche Museen und historische Stätten legen Zeugnis ab von dem hohen Wert einer jeden Generation.
Nie haben die Bayamesen ihr Haupt in Demut gesenkt. Diese Standhaftigkeit fand erstmals im Jahr 1604 ihren Ausdruck, als der Bischof Kubas, Fray Juan de las Cabezas, von dem französischen Piraten Gilberto Girón entführt worden war und die Einwohner Bayamos anstelle der Aushändigung des geforderten Lösegeldes mit der erfolgreichen Rettung des Bischofs antworteten.
Am 12. Januar 1869 entschieden sie sich für das Anzünden der Stadt, um diese nicht den Kolonialisten zu überlassen. Der 20. Oktober ist der Tag der Nationalen Kultur. An diesem Datum war Bayamo zur Hauptstadt der Republik unter Waffen erklärt worden.
Bezieht man sich auf Bayamo, so bezieht man sich gleichzeitig auf die Nationwerdung. Sein Platz der Hymne birgt Geschichte, doch auch Traditionen wie die des Ständchensingens der Verliebten vor den durch Gitter geschützten Fenstern, ganz so wie dereinst. Die Straßen, Museen und Grünanlagen tragen landesweiten Stellenwert.
Bayamo ist die Hauptstadt der Provinz Granma und steht im Zusammenhang mit den wesentlichen historischen Ereignissen des Landes. In dieser Gegend wurden die ersten Gefechte des Unabhängigkeitskampfes ausgetragen, erfolgte die Freilassung der Sklaven, gingen in der letzten Etappe des Befreiungskampfes Fidel Castro und die Expeditionäre der Jacht Granma bei Las Coloradas an Land.
Die Nationalparks Desembarco del Granma und Turquino spielen im Schicksal des Landes eine bedeutende Rolle. Sie waren Szenarium entscheidender Gefechte. Im letztgenannten befand sich bei La Plata das Oberkommando der Rebellenarmee. Von hier aus wurde der am 1. Januar 1959 errungene Sieg vorbereitet. Dazu kommen die Naturschönheiten des Flachlandes und der Sierra Maestra mit den höchsten Erhebungen des Landes.
Der Karneval im Juli, der Tag des Kubanertums am 20. Oktober, die Lieder-, Musik- und Poesiefestivals sind eine Bezugsgröße für den Frohsinn der Bayamesen, für ihr rebellisches und zutiefst kreolisches Wesen. Ein ökologisches Juwel der Provinz Granma
Parque Nacional Turquino Eine der exklusivsten Stätten zum Genießen der Natur in all ihrem Glanz ist im Turquino-Nationalpark im westlichen Teil des Gebirgsmassivs der Sierra Maestra zu finden. Die Attraktionen sind seine Flüsse und Wälder, seine unvergleichlich schönen Höhen und Täler. Er erstreckt sich über eine Fläche von 17 000 Hektar.
Vor zwanzig Jahren noch waren diese Gegenden faktisch unzugänglich. Lediglich die Bergbewohner besaßen das Privileg, diese einzigartige Landschaft genießen zu dürfen; bis dann eine Bergstraße eingeweiht wurde, die die Provinzen Granma und Santiago de Cuba verbindet. Zu ihren bemerkenswertesten Strecken gehört der Abschnitt von Santo Domingo nach Altos del Naranjo, landesweit die abschüssigste Strecke.
Über eine ihrer Auffahrten führt diese Bergstraße vom Landkreis Bartolomé Masó nach La Plata. Dort befindet sich ein Museum der Kommandantur der Rebellenarmee mit dem Bau, von dem aus Radio Rebelde seine Sendungen ausstrahlte, das Feldlazarett, die Waffensammlung, bis zu 16 Installationen; der Tornister und andere Gegenstände des heutigen kubanischen Präsidenten Fidel Castro. Seit sich die Einrichtungen des Fremdenverkehrs für die Nutzung dieser Ressourcen interessieren, für das Miteinander des Historischen mit Flora und Fauna, mit den dichtbewachsenen Bergen und so viel greifbarer Schönheit, sind Tausende Menschen hier oben gewesen, um einfach nur die eigenen Kräfte zu testen und die Natur ganz aus der Nähe zu bewundern, ihr harmonisches Zusammenspiel und das unglaubliche Schauspiel von Tagesanbruch, Regengüssen und Sonnenschein. Heute, da diese Bergstraße für den Fremdenverkehr existiert sowie Einrichtungen, die die Führung der Exkursionsteilnehmer auf den ersten fünfzehn dafür geschlagenen Pfaden übernehmen, ist alles viel einfacher.
Außergewöhnliche Aussichtspunkte zum Betrachten der Landschaft sind der des Pico Palma Mocha und der des Loma El Gallón. Letztere Einrichtung verfügt über 20 komfortable Bungalows und ein Landgasthaus mit typisch kubanischer Küche. Im Turquino-Nationalpark stehen die drei höchsten Berge Kubas: der Pico Turquino (1974 Meter), der Pico Cuba (1834 Meter) und der Pico Suecia (1732 Meter).
Liebhaber des Bergsteigens, der historischen und kulturellen Themenkreise, Umwelt- und Naturfreunde sowie Kontaktsucher im Landleben finden in diesem Umfeld des Turquino-Nationalparks eine Destination vor, die all diese Möglichkeiten enthält. Reiseführer Bayamo ist die Hauptstadt der Provinz Granma und einer der malerischsten Orte Kubas. Granma ist eine reiche Provinz und betreibt im wesentlichen Fischfang und Landwirtschaft. Sie besitzt annähernd 750 000 Einwohner.
Anreisemöglichkeiten Die Provinzhauptstadt ist mit dem Rest des Landes durch die Carretera Central verbunden. Verbindung besteht auch zwischen den Landkreisen, und eine Landstraße führt von der Provinzhauptstadt zur Stadt Las Tunas.
Sehenswürdigkeiten Bayamo ist eine der bedeutendsten Städte Kubas. Ihre Häuser und Straßen sind von einer ganz eigentümlichen Schönheit. Berühmt sind ihre Pferdedroschken. Sie ist Heimstatt der Casa de la Nacionalidad (Haus der Nationalität) und der Plaza Histórica del Himno Nacional (Platz der Nationalhymne), gesungen zum ersten Mal an einem 20. Oktober. Der Bau der La Catedral (Kathedrale) wurde 1740 abgeschlossen. Als einziger Kirchenbau in Kuba enthält sie ein Fresko mit patriotischen Motiven. Zu erwähnen ist ebenfalls der Dolores-Altar, dessen Barockretabel zu den schönsten des Landes gehört. Die Plaza de la Revolución (Platz der Revolution) ist das Zentrum des Lebens von Bayamo. Die Casa Natal (Geburtshaus) de Carlos Manuel de Céspedes vermittelt einen historischen Überblick über die Stadt, von ihrer Gründung bis zum Kampftod von Céspedes, dem Vater des Vaterlandes, dessen Leben und Kampf das Hauptthema der Ausstellung bildet. Calle Maceo 57 e/Mármol y J.J. Palma, Bayamo, Granma; Tel.: 42 3864. Museo Ñico López. Den Kämpfen gegen den Tyrannen Batista gewidmet. Calle Abigail González 15, Bayamo; Tel.: 4-5983 Außerhalb von Bayamo gelangt man auf der Strecke nach Manzanillo nach La Demajagua. Ausgestellt sind hier gefundene archäologische Stücke, Fotos und Unterlagen über den Krieg sowie persönliche Gegenstände von Carlos Manuel de Céspedes; auch die Glocke der Zuckerrohrplantage, auf der Céspedes seinen Sklaven die Freiheit gab. Museo Provincial de Granma (Provinzmuseum) mit archäologischen, naturgeschichtlichen und Sammlungen über die kubanischen Unabhängigkeitskämpfe, ausgelöst in eben dieser Stadt. Der Strand Las Coloradas am Golf von Guacanayabo. Hier steht das Denkmal Portada de la Libertad (Portal der Freiheit), befindet sich die Laguna de los Cocodrilos (Krokodilslagune) und beginnt der historische Pfad Ruta de los Expedicionarios (Route de Expeditionäre). Ein weiterer unbedingt zu besuchender Ort ist das einige Kilometer von Cabo Cruz entfernte archäologische Gebiet von Guafe. Hier können Höhlen besichtigt werden, die vor Zeiten den Ureinwohnern als Wohnstätte dienten. Die besterhaltenen Meeresterrassen Amerikas. Für Jagdfans ist ein Besuch im Revier Hunt Sport interessant, befindlich in der Carretera de Vado del Yeso, km 12, Tel.: 23-25301. Gran Parque Nacional Sierra Maestra, der größte Naturpark Kubas; umfaßt die Nationalparks Turquino und Desembarco del Granma und birgt unvergleichliche Naturreichtümer und historisch wertvolle Stätten.
Hotels Bayamo besitzt das Hotel Sierra Maestra der Gruppe Cubanacán an der Carretera Central vía Santiago de Cuba, km 2?, Tel.: (5323) 48 2230; 204 Zimmer mit Bad, Klimaanlage, Kühlschrank, TV, Radio und Telefon. Complejo Hotelero Marea del Portillo am km 12? der Carretera nach Pilón, Tel.: 2359 7081. 270 Zimmer (Standard, in Bungalows und Superior). Hotel Viramas, Jagdrevier am Cauto, dem größten Fluß Kubas. 20 Zimmer mit Blick auf die Berge, Telefon, Minibar und komplettes Bad; Carretera de Vado del Yeso, Laguna Virama, km 32, Granma, Tel.: 2-5301. Villa el Yarey auf dem Gipfel eines Berges. 14 Zimmer mit Blick auf das Gebirge, Klimaanlage und TV, Jiguaní, Granma, Tel.: 42 7256. Hotel Guacanayabo. 112 Zimmer mit Klimaanlage, Bad, Radio und Telefon. Avenida Camilo Cienfuegos, Manzanillo, Tel.: 5-4012 und 5-3590. Hotel XXX Aniversario. 20 Zimmer mit Klimaanlage, Bad, Radio und Telefon, Carretera Central (Richtung Manzanillo), Bayamo, Tel.: 4-3182. Camping La Sierrita, für Naturfreunde, Sierrita de Nagua, Municipio Bartolomé Masó, Tel.: 42-4807. Villa Santo Domingo, nahe des Pico Turquino, der höchsten Erhebung Kubas mit 1974 Metern über dem Meeresspiegel. 16 Ökopfade neben der Bergstraße von Granma nach Santiago de Cuba, Municipio Bartolomé Masó, Tel.: LD 375.
Restaurants Restaurantes Complejo Hoteles Resort Marea del Portillo, im Ort Marea del Portillo mit köstlichen kubanischen Gerichten im Angebot. In Bayamo die Restaurants im Hotel Sierra Maestra. Restaurante Las Caobas in Villa El Yarey, Landstraße nach Santiago de Cuba, Jiguaní. Restaurante Villa Santo Domingo. Landgasthof, Santo Domingo, Bartolomé Masó. Restaurant Luanda, Spezialität: kubanische Küche, geöffnet täglich von 19.00 Uhr bis Mitternacht, Carretera El Almirante, Vergnügungspark Bayamo, Tel.: 4-384. El Manegua, kubanische Küche, geöggnet täglich von 19.00 bis 23.00 Uhr, Calle Figueredo e/General García y Céspedes, Bayamo, Tel.: 4-4725. La Casona, echt kubanische Qualitätsküche, Platz der Nationalhymne, Bayamo.
Transportmöglichkeiten Die Hauptreiseagentur des Landes, Havanatur S.A., verfügt über eine umfassende Infrastruktur für Autoverleih. Viele Hotels des Gebietes offerieren ihren Gästen diesen Service. Taxis stellt Turistaxi zur Verfügung, Tel.: 42-4187, 48-2398.
Nachtleben Granma besitzt mehrere Einrichtungen mit Nachtveranstaltungen. Geöffnet sind sie von dienstags bis sonntags. Cabaret Bambú, Parque Granma, Carretera Almirante, Bayamo. Cabaret Bayamo, Carretera Central, km 2, Bayamo. Disco La Bayamesa, Hotel Sierra Maestra, Bayamo. Cabaret Costa Azul, Ave. 1ro de Mayo, Narciso López, Manzanillo.