Die Gran Vía wäre nicht sie selbst ohne das Capitol-Gebäude und seine leuchtende Reklame für Schweppes. Deren Farben beleuchteten Jahrzehnte lang den Plaza del Callao und verliehen einer der meistbesuchten Zonen von Madrid eine vergnügte und kosmopolitische Athmosphäre.
Die Eröffnung der Gran Vía, auf einem Festakt, dem vor einhundert Jahren König Alfons XIII. vorstand, bedeutete einen definitiven Impuls für die Miodernisierung Madrids und Spaniens, da sie die letzten urbanistischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritte einbezog. # Ein Jahrhundert danach kehrt die Krone zu den Feierlichkeiten auf die historische Allee zurück.
Die Gran Vía auf dem Abschnitt zwischen Plaza de Callao und Calle Montera mit ihren typischen modernistischen Gebäuden. Zu Zeiten der Republik hieß sie Allee der Sowjetunion und während der Franco-Diktatur Allee Jose Antonio.

Sie ist traditionell und modern, kultiviert und zigeunerhaft, religiös und weltlich, und dabei immer spannend: die Gran Vía, eine einzigartige Symbiose des Alten und Neuen, die dem Besucher die Memoiren der Copla und des Chotís ebenso entbietet wie das Weltbürgertum der Modernität.

Seitdem sie zu Beginn des 20.Jahrhunderts zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde, ist sie mehr als eine Straße eine Hauptperson der Erzählkunst und der Madrider Legenden, die uns von ihren Launen und Memoiren berichten, vom pulsierenden Rhytmus der Stadt. Es heißt, dass alle Städte eine Seele haben, einen neuralgischen Punkt, an dem man den Puls der Stadt am besten messen kann. Es sind die Achsen oder Hauptelemente, die der Stadt ihren eigenen Charakter verleihen, die den Unterschied ausmachen, sie identifizieren und für den Rest der Welt definieren. In Madrid gibt es mehrere emblematische Orte, die diese Voraussetzungen erfüllen, aber einer der Wichtigsten ist sicher die Gran Vía. Denn die Stadtgestaltung, diese Art, in der die Städte –manchmal anarchisch- entstehen, ist eines der charakteristischsten Züge des täglichen Lebens dieses 21.Jahrhunderts, in dem die Mehrheit der Menschen in Städten lebt, und wir haben alle wenigstens ein klein wenig mit ihrer Entwicklung zu tun und sie ist gleichzeitig Teil unseres Lebens. Ein großer städtebaulicher Eingriff Am 4.April 1910 wurde eines der größten städtebaulichen Werke seiner Zeit begonnen, um die Verbindung der Ost-West-Achse entstehen zu lassen und das Zentrum der Stadt zu eröffnen. Hunderte von Wohnhäusern wurden abgerissen, um die Stadtgebiete von Arguelles und Salamanca direkt zu verbinden, die Gran Via von Madrid zu schaffen und sie zu einem breiten Boulervard zu machen, der das Durchfahren der neuen Automobile ermöglichte. Die Veränderungen trugen nicht nur zum tiefgreifenden Wandel des Zentrums von Madrid bei, sondern führten auch zu Veränderungen des täglichen Lebens der Bewohner dieser Zone und der ganzen Stadt, hoben den Wert der angrenzenden Gebiete an und ließen eine Vielfalt neuer architektonischer Möglichkeiten mit ihren entsprechenden kulturellen, umweltlichen und sozialen Auswirkungen entstehen. Die ältesten Madrider erinnern sich sehnsüchtig an die goldenen Zeiten der Gran Vía, als sie der Gipfel des Modernsten war, und aus diesen Zeiten ist noch immer eine Art aufsässiger Geist erhalten, inmitten der blinkenden Lichter und des immer lärmenden Menschenstroms, der in ihre zahlreichen Geschäfte dringt. Heutzutage entwickelt sie sich auf der Strecke von 1.300 Metern zwischen der Calle de Alcalá und der Plaza de España immer weiter zu einem sehr vielseitigen Ensemble, welches sich aus zahlreichen Fragmenten zusammensetzt, das aber als Ganzes den visuellen Eindruck eines ganz bestimmten Aussehens und Images hervorbringt. Ihre Kino- und Theatersäle präsentieren die wichtigsten Uraufführungen und werden von berühmten internationalen Stars besucht, so wie das Picadilly in London oder das Broadway in New York. Mit ihren Luxushotels und opulenten Gebäuden ist sie die pulsierende Arterie der Stadt, der Bahnbrecher der ersten Wolkenkratzer und Filmpaläste der Ära des Jazz. Als Schaufensterstraße vereint sie -genauso wie in der Rue de la Paix in París oder der Regent Street in London- die Geschäftsreklame mit Bars und Festsälen, und noch heute, nach fast hundert Jahren ihres Bestehens, ist auf ihren 1.300 Metern Länge zwischen dem blinkenden Neonlicht und dem Vorbeiziehen von Menschen aller Nationalitäten, die in Bars, Kinos und Restaurants strömen, ein aufrührerischer Geist zu spüren, der sie zu einem Treffpunkt und kulturellen Schmelztigel macht, wo man viele Sprachen der Welt hören kann. Der neue Führer durch die Gran Vía Kürzlich wurden der neue Reiseführer und Tourismusplan vorgestellt, die dem hundertsten Bestehen der Gran Vía gewidmet sind und ihr vielseitiges Angebot an Geschäften, Hotels und Restaurants anpreist. Die Stadtverwaltung von Madrid hat 30.000 Pläne und weitere 30.000 Reiseführer herausgegeben, die an den Touristik-Informationspunkten und an dem fahrbaren Verkaufsstand, der die Stadt durchquert, zu haben sind, sowie auch über esMADRID.com. Diese emblematische Arterie hat auch aus der Initiative der Stadtverwaltung Nutzen gezogen, das Barrio de Sol (Sonnenviertel) und seine Umgebung zum Gebiet großen Zustroms von Touristen zu erklären. Es sind 30.000 Pläne und genauso viele Führer, die die Madrider und Touristen bei esMADRID.com herunterladen können, und ebenso in den Informationspunkten des Patronats für Tourismus und am fahrbaren Verkaufsstand innerhalb der Kampagne "Der Madrider Handel: mehr als du dir vorstellst" erwerben können. Diese Initiative, die die verschiedenen Viertel der Metropole durchfährt, wirbt für die wichtigsten Handelszonen jedes Distrikts. Kurz und gut, es hat sich viel verändert, seit ihr Bau zu Zeiten von Alfons XIII. begann, und über das grandiose städtebauliche Projekt, das es auslöste, hinaus, ist die Gran Vía zu etwas Besonderem im Herzen der Madrider geworden, zu einem Wesen mit eigenem Leben, eigenen Mythen und Legenden, die Kinder einer außerordentlichen Geschichte sind, welche die gesamte Hauptstadt mit ihrem Wesen durchtränkt und Einfluss auf die gesamte Stadt genommen hat.

Madrid, Spanien Madrid ist mit 655 Metern über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Hauptstadt Europas. Die Bevölkerung beträgt 2,9 Millionen Einwohner. In ihr sind 90% der Unternehmen vertreten, die an der Börse notieren und im Jahr 2001 war sie Empfänger von 71,9 % des Gesamtvolumens ausländischer Investitionen, die in Spanien getätigt wurden. Sie hat 90 Museen, eine Bar pro 218 Einwohner (36 verschiedene für jeden Tag im Jahr) und 2.682 Restaurants…. Und natürlich die Gran Via..