Zwischen Klippen, Feuchtgebieten, Gebirgswäldern, schneeweißen Sandstränden, beim Beobachten von Leguanen und Buckelwalen verbringen die Besucher ihre Urlaubstage auf Samaná, dieser märchenhaften Halbinsel der Dominikanischen Republik.

Aus dem 19. Jahrhundert stammende Dokumente beschreiben sie als eine durch eine Meeresstraße - heute Gran Estero genannt - vom Festland getrennte Insel. Für jene Chronisten war Samaná ein Paradies. Und wo ist diese traumhafte Gegend nun genau zu finden? Die Halbinsel liegt zwischen den Buchten Escocesa und Samaná im äußersten Nordosten der Dominikanischen Republik. Ihre 853 Quadratkilometer sind relativ dicht besiedelt. Obwohl einige Waldgebiete den Kokospalmen weichen mussten, hat sich Samaná ganz unbestreitbar jenen Reiz bewahrt, der die Halbinsel zu einer der schönsten Regionen der Karibik gehören lässt. Die Gebirgskette prägt kein hoher Gipfel; die höchsten sind La Meseta (605 m) und Pilón de Azúcar (508 m). Die wichtigsten Flüsse sind Arroyo Limón und San Juan. Zu den beeindruckendsten Lagunen und Kaskaden gehören der Wasserfall El Limón, die Zumbadorkaskade, sowie die Salada- und die Diablolagune. Ein Reservat des Nashornleguans an der Landstraße nach Playa Rincón steht unter Aufsicht der Ökologischen Gesellschaft "Los Laicos". Etwa 10 km vom Ort Samaná in Richtung El Valle fällt die Lulú-Kaskade des Río San Juan in die Tiefe. Hier sind die Jugendlichen des Ortes dabei, ein ökotouristisches Projekt umzusetzen.

Entlang fast der gesamten Nordküste bietet das Santuario de la Plata und das Santuario de la Navidad vielen Arten von Fischen und Krebsarten, Delphinen und speziell dem Buckelwal (Megaptera novaeangliae) Zuflucht. Diese gewichtigen Tiere fliehen alljährlich vor dem Winter des Nordatlantiks in die warmen Wasser vor Samaná um sich dort zu paaren. Wegen ihrer erstaunlichen Wendigkeit, ihrer hohen Sprünge und der Paarungslaute (Gesang) der Männchen, zählen sie zu den interessantesten Meerestieren. Die meisten Buckelwale finden sich zwar in Banco de la Plata ein, doch haben Privatunternehmen in der Bucht von Samaná alles Nötige für das Beobachten dieser, vom Aussterben bedrohten Tiere geschaffen. Die Bucht ist eine der weltweit besten Szenerien dafür.

Optionen und Aktivitäten Bootsfahrten. In Samaná bieten zahlreiche Ökotour-Unternehmen den Besuchern geführte Bootsfahrten zur Beobachtung der Buckelwale an. Empfehlungen und Schwierigkeiten: Straße in gutem Zustand. Leichte Kleidung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel; auch das Fernglas sollte nicht fehlen. Infrastrukturelles in der näheren Umgebung Banken, Tankstellen, Hotels und Restaurants, Supermärkte, Kliniken, Apotheken, Polizei- und Militärstationen.

Zufahrtswege Die Schiffe können am Malecón von Samaná oder an den außerhalb liegenden Stränden anlegen; zu erreichen über die Landstraße nach Las Galeras.

Der Naturpfad El Frontón ist einer der möglichen Zufahrtswege zu den schönen Attraktionen von Cabo Samaná, der erstaunlichen 76 Meter hohen Küstenklippe. Das Erste, das beeindruckt und gefällt, sind die Wände und Fußböden aus Marmor. Die erste Strecke des Frontón führt vorbei an der Fledermaushöhle, Refugium einer großen Population der fliegenden Säuger; an den Steilküsten der Gesteinsterrasse öffnet sich der Teufelsschlund (La Garganta del Diablo), eine entsetzliche Schlucht am Meer, aus der Wind und Wellen mit aller Heftigkeit und ohrenbetäubendem Lärm einen Luftstrahl ziehen. Seinen Anfang nimmt der Naturpfad (3,5 km lang) weiter vorn, markiert durch den riesigen Felsen La Piedra. Den Weg entlang wachsen Feigen-, Brotfrucht-, Mastixbäume, Agaven, Strandträuble, Steinpinien und andere Pflanzen. Stationen entlang des Pfades sind: La Parada del Buen Pan, La Vista del Guanal, La Playita, La Parada de la Tortuga und La Cueva del Frontón. Am Ende der Wanderung durch diese erstaunliche Landschaft wartet die größte Belohnung: der feine weiße Sandstrand El Frontón. Optionen und Aktivitäten Wandern. Rundblick, Vogelbeobachtung, Baden an Stränden, Tauchen, Klettern. An El Frontón kann der Besucher noch vor der Teufelshöhle bei Bewohnern des Ortes Pferde mieten.

Empfehlungen und Schwierigkeiten Straße in gutem Zustand. Die Pfade führen über unebenes kalkiges Gelände, dazu die hohen Temperaturen, speziell an El Frontón; insgesamt also ein hoher Schwierigkeitsgrad. Man sollte zeitig aufbrechen; die geeignetsten Monate sind Dezember bis März. Benötigt wird genügend Trinkwasser, leichte Kleidung, geeignetes Schuhwerk (Schnürstiefel), Kopfbedeckung, Sonnenschutzmittel, Sonnenbrille und Insektenspray. Günstig ist auch das Mieten von Pferden oder Mauleseln.

Infrastrukturelles in der näheren Umgebung Banken, Tankstellen, Hotels und Restaurants, Supermärkte, Klinik, Apotheke, Polizei- und Militärstationen.

Zufahrtswege Zum Kap Samaná führen zwei ökologische Pfade, konzipiert vom Zentrum zur Erhaltung und ökologischen Entwicklung der Bucht Samaná und ihres Umgebung (CEBSE, Tel.: 809-538-2042).

Gleich einem stummen Zeitzeugen vergangener Geschichten über Seeleute, Fischer und Jäger erhebt sich die Ruine des alten Leuchtturms an der Landspitze von Cabo Francés. Triumphierend ragt der Gesteinsblock, allen Stürmen trotzend, aus dem Meer; der Wuchs seiner Vegetation neigt sich deutlich in Windrichtung.

Optionen und Aktivitäten Straße in gutem Zustand. Büro des Umweltsekretariats. Wandern, Rundblick, Vogelbeobachtung, Baden am benachbarten Strand, Campingplatz. Empfehlungen und Schwierigkeiten Trinkwasser, leichte Kleidung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel. Infrastrukturelles in der näheren Umgebung

In Nagua: Banken, Tankstellen, Hotels und Restaurants, Supermärkte, Kliniken, Apotheke, Polizei- und Militärstationen.

Zufahrtswege: Zu Cabo Francés Viejo gelangt man über die Landstraße Nagua-Río San Juan.