Früher galt Albacete als ein Gebiet der Durchreise; doch heute stehen die Provinz und ihre Hauptstadt auf einer Entwicklungsstufe, die zum Bleiben einlädt.
Die Stadt Albacete prägt eine starke kulturelle Dynamik, was nicht heißt, dass der Besucher auf jene Reize verzichten muss, die sie von den europäischen Großstädten unterscheidet: die Ruhe ihrer herrlichen Parks und Gärten, Spaziergänge durch die lockenden Geschäftsstraßen und neu gegründeten Museen. Hierher gehört das Museum der Messer und Klingen.
Die Provinz lern1 man am besten kennen, wenn man sich in die Ortschaften im Inneren begibt und so die Gastlichkeit der Menschen zu spüren und typische Speisen zu probieren bekommt. Man sollte durch die Felder und Ebenen streifen, die sich in bunten Farben präsentieren und in jenem besonderen Licht unter der Sonne von La Mancha glänzen; Lagunen, Bäche, Flussbetten, Rebanlagen, schroffe Abhänge und sanftes Hügelland, archäologische Fundstätten und Wunder der Natur wie das stark abschüssige Gefälle des Río Mundo. Doch will man mehr über die Provinzhauptstadt erfahren, muss man in ihr Wesen dringen, und dieses hat seinen Sitz hauptsächlich in den Menschen selbst und in der Art, wie sie ihre Zeit gestalten. Es ist eine junge Stadt mit pulsierendem Leben und einer modernen Atmosphäre, engagiert für ihre Festivals, den Zirkus, die Grünanlagen und vor allem für ihre Messe.
Markt und Messen seit drei Jahrhunderten Seit fast drei Jahrhunderten findet gewöhnlich vom 7. bis 17. September die Albaceter Messe statt, ursprünglich zu Ehren der Virgen de los Llanos. Es war ein Viehmarkt, dem Philipp V. im Jahr 1710 das Privileg des Freimarktes gewährte. Die Messeanlage wird seit 1783 genutzt und ist ein Vertreter der auf Geschäftstätigkeit gerichteten Architektur von La Mancha. In Bälde begeht die Einrichtung ihre 300-Jahr-Feier. Dazu laufen die
Vorbereitungen des Programms des Dynamisierens des touristischen Produktes der Stadt, um die Messe als die älteste Spaniens zu feiern; auch wurde sie zur Fiesta von Internationaler Touristischer Bedeutung erklärt und dazu eine 300-Jahr-Stiftung ins Leben gerufen. Einzelheiten wurden bei einer Veranstaltung bekannt gegeben, bei der der Staatssekretär für Tourismus, Joan Mesquida, der Präsident von Kastilien-La Mancha, José María Barreda, und die Bürgermeisterin der Provinzhauptstadt, Carmen Oliver anwesend waren.
Zum Thema versicherte Mesquida, mit dieser Anerkennung gehöre Albaceda nun zur Gruppe der aus mehr als 8 000 Munizipien Spaniens ausgewählten 30 Städte, denen die Internationale Touristische Bedeutung zugesprochen wurde, zu denen in Kastilien-La Mancha auch die Osterwoche in Hellín und Cuenca zählt sowie das Fronleichnamsfest in Toledo. Auch kommentierte der Präsident der Region, die Auszeichnung sei für Albacete die „Eintrittskarte in einen internationalen Kreis“ in einem Netz von 32 Büros, verteilt über alle Welt, die sich mit der Promotion im Zusammenhang mit dem Tourismus in Spanien befassen, besonders aber mit jenen Ereignissen, die die Erklärung der Internationalen Bedeutung besitzen.
Mesquida versicherte, auf der Messe von Albaceda zeige sich die Gastlichkeit, denn es sei eine offene Messe, auf der sich keiner fremd fühle. „Die Messe ist Kind des Beweisens“, fuhr er fort, denn es gehe zum großen Teil darum, „... das wirtschaftliche Format zu potenzieren“, und fügte hinzu, dieses sei nicht ihr einziges Merkmal, sondern aufgrund ihrer anderen Aspekte wie Tradition, Kultur und Geschichte stelle sie sehr viel mehr dar.
MARKSTEINE DER MESSE
Die Bürgermeisterin Albacetes, Carmen Oliver, nannte noch einmal die historischen Hauptangaben zur Messe seit 1375, denn seit jenem Jahr datieren die ersten schriftlichen Beweise über die Handelsbeziehungen in der Stadt; sie nannte den Bau der Messeanlage im Jahr 1833, die Konstruktion der Stierkampfarena 1817, den Umbau der Anlage 1944, den Erhalt der Erklärung der Nationalen Touristischen Bedeutung 1979 und schließlich den Erhalt der Erklärung der Internationalen Bedeutung im Jahr 2008. Geschichtliches dazu setzt ein mit einem regulären Markt oder Messe im 15. Jahrhundert in der Marktstraße. Im 17.
Jahrhundert wird der Markt als Wirtschaftsaktivität an die Peripherie der Stadt nach Los Llanos verlegt , parallel zu dem an jedem 8. September stattfi ndenden Volksfest. Im Jahr 1683 gewährte Karl II. das Vorrecht eines Freimarktes für vier Tage, vom 7. bis 11. September. 1783 wurde der heutige Bau im Stadtkern beendet und war seitdem Gegenstand von Erweiterungen und Umbauten.
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